INCOR® – das Prinzip der archimedischen Schraube

Das vom Herzen kommende Blut strömt in die INCOR
® Axialpumpe ein und passiert dort zunächst das Vorleitrad, welches für die laminare Anströmung des eigentlichen Rotors sorgt.

Dieser ist aktiv magnetisch gelagert und erzeugt berührungsfrei schwebend mit 5.000 bis 10.000 Umdrehungen pro Minute die eigentliche Pumparbeit. Das Nachleitrad hinter dem Rotor nimmt mit der speziell ausgerichteten Beschaufelung die Drehbewegung aus dem rotierenden Blut, baut dabei zusätzlich Druck auf und leitet das Blut in die Auslasskanüle zur Aorta. Die notwendige Elektrizität für den Antrieb der Pumpe wird über ein Kabel zugeführt, das auf der rechten Seite des Patienten durch die Haut geleitet wird. Das Kabel ist an eine kleine Steuereinheit angeschlossen, die das gesamte System überwacht und steuert. Mit der Steuereinheit wiederum sind Haupt- und Reserveakku verbunden, die INCOR® mit Strom versorgen.

INCOR® erzeugt einen konstanten Blutfluss, der in Kombination mit der Restaktivität des nativen linken Ventrikels beim Patienten zu einer geringen Pulsatilität führt.

Die Blutkontaktflächen von INCOR® sind mit Carmeda® BioActive Surface beschichtet.

Magnetische Lagerung – verschleißfreies Schweben

Als einziges axiales System weltweit verfügt INCOR® über einen durch eine aktive magnetische Lagerung frei schwebenden Rotor.



Der INCOR® Rotor ist axial aktiv und radial passiv berührungsfrei gelagert. Es besteht kein direkter mechanischer Kontakt zwischen ihm, als dem einzigen beweglichen Teil der INCOR® Pumpe, und deren statischen Bestandteilen. Somit entsteht keinerlei mechanische Reibung und auch keine Reibungswärme. Das bedeutet eine völlige Verschleißfreiheit und damit eine potentiell unendliche Produktlebensdauer des INCOR® Herzunterstützungssystems.

Das Design der Schaufeln des Vorleitrades, des Rotors und des Nachleitrades haben wir strömungsmechanisch so konzipiert, dass die Hämolyserate auf ein, klinisch nicht in Erscheinung tretendes, absolutes Minimum reduziert werden konnte.
Der INCOR® Motor hat einen extrem hohen Wirkungsgrad (> 90%), woraus ein sehr geringer Energieverbrauch resultiert. Damit ist die Erwärmung der Pumpe im Betrieb so minimal, dass keine Denaturierung von Proteinen auftritt.

Beides steht im Gegensatz zu mechanischen Lagern, die gemäß den Gesetzen der Physik mindestens lokal Wärme generieren und so durch die Denaturierung der Blutproteine Thromben-probleme verursachen können.

Pulsatilitätskontrolle – hohe Sicherheit

Die mit der magnetischen Lagerung verbundene hochpräzise Sensorik liefert dem Patienten sowie dem Anwender zahlreiche wichtige Informationen über die Flussverhältnisse und die Pumpleistung. Weiterhin werden diese Messwerte für die neuartige Pulsatilitätskontrolle genutzt. Diese verhindert ein Ansaugen der Pumpe im linken Ventrikel dadurch, dass sie den damit verbundenen Verlust der Restpulsatilität detektiert und dann automatisch die Pumpendrehzahl absenkt, um eine erneute Füllung des Ventrikels zu gestatten. Danach wird die zuvor gewählte Pumpleistung langsam und kontrolliert wieder hergestellt.

Weitere Details – Präzision auf kleinstem Raum

Größe und Gewicht
Volumen   82 ml
Durchmesser   30 mm
Länge   12 cm
Gewicht   200 g
Leistung   3-4 Watt


Durch die geringe Größe der Pumpe ist INCOR® leicht implantierbar. Die Anlage einer separaten Pumpentasche ist nicht erforderlich. Eine weitere Besonderheit sind die neuartigen Schnappverschlüsse, die für eine sichere, schnelle und unkomplizierte Verbindung zwischen Pumpe und Kanülen sorgen. Die Silikonummantelung verhindert ein Einwachsen des umliegenden Gewebes.


Pumpenkabel - eine gute Verbindung

Das perkutane Pumpenkabel verbindet die INCOR® Pumpe mit der kleinen externen Steuereinheit. Es ist vollständig mit Silikon ummantelt. Im Bereich der Hautdurchleitung befindet sich zusätzlich eine Polyestervelours-Beschichtung, die das sichere Einheilen gewährleistet.

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INCOR®: Die Pumpe