Die Blutpumpe ist die Hauptkomponente des EXCOR® Systems. Sie besteht
aus durchsichtigem Polyurethan. So kann man das Blut, das durch die
Pumpe fließt, sehen und die Ärzte haben eine zusätzliche Möglichkeit
die Beschaffenheit des Blutes zu kontrollieren.
Die Pumpe
besteht aus zwei Kammern: Eine Luftkammer und eine Blutkammer. Diese
beiden Kammern sind durch eine Dreifachmembran voneinander getrennt.
Die Kammer, die mit dem Blut in Berührung kommt, ist mit Heparin (einem
Medikament zur Herabsetzung der Gerinnungsfähigkeit) beschichtet. Die
Pumpe hat einen Einlass- und einen Auslassstutzen. An diesen Stutzen
werden die Kanülen befestigt, die wiederum an das Herz und die Gefäße
angeschlossen werden. Um sicher zu stellen, dass das Blut auch in die
richtige Richtung fließt, hat die Pumpe zwei Klappen, die wie Ventile
funktionieren.
Die Pumpe bzw. die Pumpen befinden sich außerhalb des Körpers. Deswegen
nennt man das System auch parakorporales Herzunterstützungssystem. Die
Kanülen verlaufen unterhalb des Rippenbogens durch die Bauchdecke und
die Haut. Um Infektionen zu vermeiden, sind die Kanülen an der
Hautdurchtrittsstelle mit Velours beschichtet, so dass sie leicht mit
der Haut verwachsen können. Zudem wird die Stelle, an der die Kanülen
durch die Haut treten, mit einem sterilen Pflaster geschützt.
Aufgrund
der verschiedenen Größen der Blutpumpen und auch der Kanülen ist das
System für alle Patienten geeignet: Erwachsene, Kinder, Kleinkinder und
sogar Säuglinge. Berlin Heart ist damit eines der wenigen Unternehmen
weltweit, das Herzunterstützungssysteme für Kinder anbietet.
Für das EXCOR® System stehen zwei unterschiedliche Antriebe zur Verfügung:
Für
die Zeit im Krankenhaus wird das System mit dem stationären Antrieb
Ikus versorgt. Dieser rollbare Antrieb ist ungefähr so groß wie ein
Kinderwagen. Der Ikus ist für alle Pumpengrößen und sowohl für die
univentrikuläre als auch für die biventrikuläre Unterstützung geeignet.
Der Antrieb EXCOR® Mobil ist für die Pumpengrößen 60 und 80 ml
vorgesehen. Mit diesem Antrieb können sich die Patienten frei bewegen
und sogar nach Hause entlassen werden.
Auf einem Caddy, den man sich so wie einen Einkaufscaddy vorstellen
kann, ist eine Trägereinheit mit zwei Antrieben und zwei Akkus zur
Stromversorgung angebracht. Zu jedem Zeitpunkt sollten zwei Akkus an
die Trägereinheit angeschlossen sein. Für den Fall, dass ein Akku
ausfällt, versorgt der verbleibende Akku beide Antriebe. Als
zusätzliche Sicherheit ist in jeden Antrieb eine Notbatterie
integriert, die die Stromversorgung des Antriebes für maximal 15
Minuten übernehmen kann. Die Akkus können das System je nach
Konfiguration und Leistungsbedarf ca. 5 bis 8 Stunden mit Strom
versorgen.
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